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Stadtwerke Hamm stoppen Gasbohren
Umweltschützern fordern Konsequenzen für die Verantwortlichen (08.12.2016)

Die Landschaftspaten begrüßen die Entscheidung der Stadtwerke, aus der Gasförderung in Hamm und im Münsterland auszusteigen. Damit wird endlich ein Schlussstrich gezogen unter eine fatale Entwicklung, die Klima und Heimat bedroht hat.

Doch so erfreulich dieser Ausstieg aus der fossilen Erdags-Energie auch sein mag - diese Situation ist ein Symbol für ein komplettes Verantwortungsversagen von Oberbürgermeister, Verwaltung, Stadtrat und Stadtwerke-Führung. Der jetzige Grund für den Ausstieg aus der Erdgasförderung ist von den Gruppen aus dem Gasbohren-Widerstand von Anfang an vorgetragen worden. Die Unergiebigkeit des Feldes ist keine Neuigkeit, sondern ließ sich bei Betrachtung der bekannten Daten berechnen.

Doch der nüchterne Menschenverstand unterlag dem Gasrausch und den Dollarzeichen. Dies führte zu einer fatalen Fehlerkette, für die die folgende Personen jetzt die Verantwortung übernehmen müssen: Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann, Stadtwerke-Geschäftsführer Hegemann sowie die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grüne.

Es darf jetzt kein 'Weiter so!' geben in Hamm - personelle Konsequenzen müssen greifen!

Die Stadt Hamm ist die energiepolitische Lachnummer unter den deutschen Kommunen. Hier ist Scheitern von Energiekonzepten Programm - von CDU bis zur SPD. Die kommunalpolitische Sorglosigkeit im Umgang mit den Gelder der Stadt hat hier eine neue Dimension erreicht.

Nun sind alle Hammer Bürgerinnen und Bürger gefordert, die notwendigen Konsequenzen bei Parteien und Verwaltung einzufordern.

Kommunale Energiepolitik ist zu wichtig, als dass man dies weiter Dilettanten überlassen darf.

Und wenn Einsicht nicht hilft - für diesen Fall haben die Griechen ein einfaches Prinzip entwickelt: die demokratische Abwahl.


NRW-Grüne entscheiden auf Landesparteitag
über Gasbohren und Tektomechanik

Die Delegierten der NRW-Grünen stehen an diesem Wochenende auf der LDK in Oberhausen beim Thema Gasbohren vor einer wichtigen Entscheidung: Werden sie von der Landesregierung in Ihrem Wahlprogramm das Schließen einer wichtigen Regelungslücke fordern? Konkret geht es um die Tektomechanik, die beim Fördern von Gas aus Kohleflöz im Münsterland, in Hamm und am Niederrhein zum Einsatz kommen soll.

'Aktuell sehen wir, dass sich die Erdgasindustrie in NRW auf diese Technologie konzentriert und diese Regelungslücke ausnutzen will', analysiert Jürgen Blümer von den Landschaftspaten die aktuelle Situation bei den Aufsuchungserlaubnissen. 'Seit klar ist, dass Fracking in NRW wohl nicht zum Zuge kommt, konzentrieren sich die Aktivitäten auf Regionen, wo Kohleflözgas ausgebeutet werden kann.'

Blümer setzt darauf, dass sich die Grünen als erste Regierungspartei in NRW konsequent gegen Gasbohren aussprechen und den Erdgasförderunternehmen endgültig die rote Karte zeigen: 'Ein Durchwinken der Gasförderung über Tektomechanik wäre ein fatales Signal an die Industrie und dementsprechend bei der aktuellen Diskussion zu Energiewende, Dekarbonisierung und Klimaschutz im Wahlkampf für die Grünen nicht zu vermitteln.'

Über die Haltung der NRW-Grünen zum Gasbohren wird an diesem Wochenende in Oberhausen entschieden. Orts- und Kreisverbände der Grünen aus den betroffenen Regionen haben sich für eine Ablehnung der Tektomechanik beim Gasbohren ausgesprochen. Doch die notwendige Änderung im Wahlprogramm kann nur über eine Mehrheit der Delegiertenstimmen erfolgen.
(02.12.2016)


HammGas und die Stadtwerke Hamm planen eine Ausweitung von Gasbohren. Nach Nordick bei Herbern soll der nächste Bohrturm auf dem Gebiet der Stadt Hamm errichtet werden - in Sichtweite von Wohnbebauung und Naturschutzgebiet. Eine Bürgerbeteiligung ist nicht vorgesehen. Eine Diskussion über Gasbohren in Hamm lehnen der Oberbürgermeister und die Parteien von SPD und CDU ab.

Gasbohren ist eine Form der Energiegewinnung, die mit hohen Risiken verbunden ist. Diese reichen von Trinkwasserverschmutzung über Erdbebengefahr und Landschaftszerstörung bis hin zur Beschleunigung des Klimawandels. Die Stadtwerke Hamm haben sich entschieden, statt die Energiewende voran zu treiben weiterhin fossile Rohstoffe auszubeuten. Die klare Botschaft aus dem Hammer Stadtrat lautet: "Bohrtürme statt Windkraft".

Die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker in Hamm verschließen dabei die Augen - auch vor den finanziellen Risiken. Jede Bohrung schlägt mit rund 1 Millionen Euro zu buche - Erfolg ungewiss. Die Stadtwerke Hamm wetten mit Steuergeldern gegen die Energiewende - das Risiko tragen dabei die Menschen, die in Zukunft mit hunderten von Bohrstellen leben müssen in Hamm und im Münsterland.

Die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren und für die Energiewende wollen verhindern, dass Hamm mit verbundenen Augen in das nächste energiepolitische Desaster rennt. Aus diesem Ansporn wird den betroffenen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit gegeben, sich über das Bohrprojekt und die Risiken für Hamm zu informieren. In der Bürgerfragestunde werden keine Vorträge gehalten. Stattdessen können die Bürgerinnen und Bürger direkt mit den geladenen Experten Probleme erörtern und Fragen diskutieren.


Weitere Informationen unter:  
www.klimabuendnis-hamm.de

   

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